Luntenfeuerzeug mit Reibradzündung

Im Gebrauch seit ca. 1908

Gebrauchsanweisung

Durch Drehen des Reibrads werden von dem darunter liegenden Feuerstein stark funkende Späne abgehobelt, die die Lunte zum Glühen bringen.
Handhabung: Die angekohlte Lunte wird ca. 15cm lang aus der Hülse gezogen und mit einer Hand bis ca. 2mm vor das Reibrad gehalten.
Die Lunte an die Stelle halten, wo der stärkste Funkenflug entsteht. Würde man die Lunte nicht so nah an das Reibrad halten, könnte der Flugweg der Funken zu lang werden und sie würden erkalten.
Mit der anderen Hand wird das Reibrad gedreht und die Funken bringen die Lunte zum Glühen.
Die Glut ist heiß genug, um Zigaretten, Pfeifen, usw. zum Glühen zu bringen.
Das Erlöschen der Glut erfolgt durch das Einziehen der Lunte in die Messinghülse.
Die Kugel verschließt das Röhrchen und die Glut erlischt durch Sauerstoffmangel.
Die Lunte bitte nicht ausdrücken, denn dadurch würde der Kohlenstoff  entfernt  und ein erneutes Zünden somit sehr schwierig werden.
Deshalb neue Lunten immer erst einmal ankohlen, damit genug Kohlenstoff vorhanden ist.
Der Feuerstein unter dem Reibrad ist ein handelsüblicher Feuerstein und kann, wenn er verbraucht ist, erneuert werden. Zum Auswechseln wird die Schraube herausgedreht und die Feder, die den Feuerstein gegen das Reibrad drückt, herausgenommen. Dann den neuen Feuerstein, sowie die Feder, einführen und mit der Schraube wieder befestigen.

So, und nun viel Spass beim Zündeln!